Social News im Monat Mai

Auch im Wonnemonat Mai haben sich die großen Player der Social Media Welt nicht ausgeruht. Ganz im Gegenteil. Snapchat wartet mit neuen Features auf, um sich erneut einen kleinen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Facebook etabliert neben neuen Gruppen-Tools für Seiten auch neue Mechanismen im Kampf gegen Clickbaiting. Mehr erfahrt Ihr hier in den Social News im Monat Mai.

Facebook

Reactions jetzt auch in den Kommentaren

Die Reaktionen „Gefällt-mir“, “Liebe“, „Haha“, „Traurig“ und „Wütend“ stehen den Facebook Nutzern jetzt auch in den Kommentaren zur Verfügung. Die Leiste mit den Reactions erscheint beim Mouse-over ebenso wie in den Beiträgen im Newsfeed. Facebook verspricht sich mit der Erweiterung eine verstärkte Nutzung der Reaktionen, welche bis dato sehr gut von den Nutzern angenommen wurden. Immerhin wurden diese innerhalb des ersten Jahres nach Einführung 300 Mrd. Mal genutzt.

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Quelle: eigener Screenshot Facebook.com

Facebook Spiele im Messenger jetzt weltweit

Alles an einem Ort – Längst wird im Facebook Messenger nicht mehr „nur“ gechattet. Neben Bezahlfunktion und Kamera-Features wird hier auch fleißig gespielt. Und das jetzt auch weltweit. Das Angebot soll sich schon bald auf bis zu 50 Spiele erstrecken, welche mitunter auch in Turnieren gespielt werden können. Ein weiterer (gelungener) Versuch, Nutzer noch stärker und auch länger an das Netzwerk zu binden.

Aktuelles: Facebook in Zahlen

Nach einem mehr als erfolgreichen Start in das Jahr 2017 verzeichnet Facebook heute beinahe 2 Mrd. aktive Nutzer, davon sind 1,3 Mrd. täglich im Netzwerk unterwegs und betreut mehr als 5 Mio. Werbekunden.

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Quelle: allfacebook.de

Gruppen für Facebook Pages

Dass dieses Feature kommen wird, ist in der Branche kein Geheimnis mehr. Da es nach einer ausgiebigen Testphase noch in diesem Jahr für alle verfügbar sein wird, hier noch einmal die wichtigsten Faktoren im Überblick:

  • Die Gruppen unterscheiden sich im Layout und Funktionsumfang nicht von den „normalen“ Facebook Gruppen
  • Facebook Seiten können beliebig viele Gruppen anlegen
  • Gruppen können über Posts im Newsfeed mit und auch ohne Budget beworben werden
  • Um Eurer Gruppe beizutreten, müssen Nutzer nicht Fan Eurer Seite sein
  • Aktuell sind die Gruppen immer öffentlich
  • Es ist nach wie vor nicht möglich, sich als Seite an privaten Gruppen zu beteiligen

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Quelle: Allfacebook.de

Weiteres Gruppen-Feature: Mitglieder via Fragebogen vorselektieren

Gruppen-Administratoren können nun die Mitglieder ihrer Gruppe über einen Fragebogen vorselektieren. Das macht natürlich bei gut gepflegten Fach- und Hilfegruppen Sinn, da hier der „richtige“ Mix an Menschen entscheidend ist. Interessenten müssen mitunter also darlegen, warum sie der Gruppe beitreten wollen und was sie sich von der Gruppe versprechen. Die Funktion ist dementsprechend auch nur für öffentliche Gruppen verfügbar, deren Mitglieder freigeschaltet werden müssen.

Verbot von fake Live Videos

Facebook hat seine Richtlinien für EureLive API angepasst und geht damit verstärkt gegen fake Live Videos vor. Zunehmend machten sich Publisher die gesteigerte Reichweite und höhere Interaktionen von Live Inhalten zunutze und posteten statische Inhalte in Dauerschleife, was dem Live-Image natürlich erheblich schadet. Damit soll nun Schluss sein.

Keine Macht den Clickbaits!

Auch im vergangenen Monat verschärfte der Konzern sein Vorgehen gegen Clickbaits. Mit den drei neuesten Updates versucht Facebook entsprechende Webseiten noch schneller und besser zu erkennen und herauszufiltern.

  • Die Analyse der Clickbaits erfolgt neben dem Seiten- und Domain-nun auch auf Post-Level. Entscheidungen können somit genauer getroffen und „durchgerutschte“ Beiträge schneller identifiziert werden.
  • Überschriften, welche enorm übertrieben formuliert wurden oder Informationen vorenthalten, fließen jetzt ebenfalls gesondert in die Analyse mit ein.
  • Die Analyse der Sprache soll zukünftig wesentlich mehr Sprachen berücksichtigen, wodurch sich auch die deutschen Newsfeeds deutlich verbessern dürften.

Verschmelzung von Facebook, Messenger und Instagram

Die folgende Funktion befindet sich aktuell in der Testphase und könnte das Engagement auf einer der Plattformen künftig erheblich steigern. Ziel ist es, dass die Nutzer bald in einer App über alle Aktivitäten in den anderen Apps informiert werden. Sprich, alle wesentlichen Informationen und Ereignisse aller Plattformen erscheinen dann auch in der aktuell verwendeten App. Durch Klick auf den Hinweis können Nutzer dann schnell zwischen den einzelnen Anwendungen wechseln. Nun bleibt abzuwarten, wie diese Funktion von der Testgruppe angenommen und die Erweiterung schließlich auf alle Nutzer ausgeweitet wird.

Live Stream jetzt auch mit Freuden

Facebook launcht ein neues Live-Feature, mit dem es möglich sein wird, einen Freund live – von jedem beliebigen Ort auf der Welt aus – in den eigenen Live Stream zu integrieren. „Live With“ funktioniert Bild in Bild in der Portrait-Ansicht und wird im Landscape-Format zu je 50% des Bildschirmes aufgeteilt.
Während der Live Übertragung können die Protagonisten über Direct Messaging mit ihren Freunden kommunizieren. Aktuell ist das Feature jedoch nur für iOS verfügbar.

Quelle: facebook.com

Instant Article Software-Erweiterung für Google-AMP

Ein neues Software Tool kann künftig Instant Article Seiten in Google-AMP oder Apple News umwandeln. Für Publisher wird es demnach einfacher, auf ihre Vorlagen für nutzerdefinierte Layouts auch bei Google oder den Apple News zurückzugreifen. Verschiedene Eigenschaften können nun transferiert werden und das bedeutet eine erhebliche Zeitersparnis. Laut Facebook öffnet sich der Konzern damit auch einer offenen Kooperation innerhalb der Branche und kommt den Publishern insofern entgegen, als dass der Traffic Einbruch auf eigenen Seiten auch unter Verwendung von Instant Articles nicht weiter zunimmt.

Instagram

Darauf haben wir lange gewartet! Upload von Bildern jetzt auch über den Browser

Zunächst erlaubt Instagram nun auch den Upload von Bildern und Videos über die mobile Webversion und kommt damit Personen entgegen, für deren Mobiltelefon es keine Instagram App gibt und denen, die ihre Bilder gern direkt über den PC hochladen wollen. Richtig gehört, denn mit einem kleinen Trick geht nun auch das. Die KollegInnen von t3n zeigen Euch, wie das geht.

Härteres Vorgehen gegen Bots

Vielen Instagrammern sind Follower Bots bekannt und ebenso viele profitieren von Like Bots und Co. Dennoch gehen Instagress, Massplanner und Co. nicht konform mit den Plattformrichtlinien und sind ebenso zahlreichen Nutzern ein Dorn im Auge und zurecht nicht im eigentlichen Sinne der Plattform. Instagram geht nun gegen diese Dienste vor und lässt sie nach und nach schließen.

Wichtiges Update in den Stories

Mit dem aktuellen Update fungieren Hashtags nicht mehr nur als stilistisches Mittel sondern können nun direkt verlinkt werden. Das heißt, Eure Stories erscheinen dann auch in der Ergebnisliste der Hashtag-Suche. Die Plattform schafft damit eine Verbindung zu anderen Accounts, zu Locations und weiteren Hashtags. Ein lohnenswertes Feature, was eine höhere Reichweite und Interaktionsrate verspricht. Abrufbar ist der Hashtag im Übrigen über die Sticker-Funktion. Ähnlich funktionieren die Location-Stories. Unter diesen finden Nutzer nun Stories aus ihrer unmittelbaren Umgebung oder zu einem beliebigen Ort auf der Welt. Hierfür müssen sie lediglich einen bestimmten Sticker verwenden.

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Quelle: eigener Screenshot Instagram

Links in den Stories nach und nach für alle Accounts möglich

Was Nutzerinteraktionen angeht, waren die Instagram Stories bisher wenig bis gar nicht interessant. Einmal abgesehen von der Kommentarfunktion war hier nicht viel zu holen. Das ändert sich nun jedoch nach und nach für immer mehr Accounts. Auch nicht verifizierte Konten können nun über einen Link-Button auf eine externe Seite verlinken. Hilfreich ist es in diesem Zusammenhang auf jeden Fall, nicht nur die Zielseite mobil zu optimieren, sondern einen klaren Call-to-Action in der Story zu platzieren.

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Quelle: allfacebook.de

Pinterest

Verbesserte Werbemöglichkeiten für Unternehmen

Die Betreiber der Plattform setzen zukünftig auf eine Bilderkennungstechnologie und beziehen damit visuelle Aspekte in den Targeting-Datensatz mit ein. Entdeckt also der Nutzer im Netzwerk ein Produkt, dann hilft die Technologie dabei, den Stil sowie die Form zu identifizieren, um dann ähnliche Produkte einzublenden. Die Ergebnisse erscheinen dann in der „Related Pins“ Galerie oder als „Instant Idea Pin“. Angedacht ist jedoch, dass die Ads auch in den Suchergebnissen des Lens-Feature erscheinen.

Snapchat

Launch eines Self-Serve Ad-Managers

Snap Inc. weitet seinen Ad Manager auf kleinere Unternehmen aus und launched seinen Self-Serve Ad–Manager, damit auch diese Video Snap Ads kaufen können. Auch das neue mobile Dashboard wurde redesigned und erleichtert die Arbeit beim Kampagnen Tracking sowie der Rollenverwaltung einzelner Teammitglieder. Die neuen Features werden diesen Monat (Juni) auch in Deutschland ausgerollt.

Mit neuen Tools gegen Instagram

Snapchat unternimmt einen erneuten Versuch, sich von der Konkurrenz abzugrenzen und stellt seinen Usern neue Features zur Verfügung. Dazu zählt unter anderem die Möglichkeit, die Anzeigedauer von Messages bzw. Stories manuell zu verlängern. Auch Videos auf der Plattform können nun in Endlosschleife angesehen werden. Snapchat setzt damit sein ehemaliges Alleinstellungsmerkmal der zeitlich begrenzten Inhalte teilweise außer Kraft. In einem weiteren Update wurden ebenfalls die Retuschier-Tools in der Anzeigeoption hinzugefügt.

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Quelle: wersm.com

Twitter

Twitter Werbung wird persönlicher

Twitter räumt Publishern mehr Möglichkeiten zur Personalisierung von Anzeigen ein. Informationen zu den Besuchen von Nutzern auf Webseiten mit Twitter-Buttons werden nun künftig 30 statt 10 Tage gespeichert. Neben dem Ausstieg von Twitter aus der Initiative „Do Not Track“ bekommen User nun mehr Kontrollmöglichkeiten, können ihre Werbung stärker personalisieren und erhalten einen Einblick in die Mechanismen, welche Interessen ihrer Nutzer Twitter bei der Ausspielung von Anzeigen berücksichtigt hat.

Vorantreiben von Direktnachrichten

Ein neues Card Feature soll es Unternehmen erleichtern, noch einfacher mit Ihren Kunden in Austausch zu treten. Mit der Direct Message Card können einem Promoted Tweet mehrere Buttons angehängt und individualisiert werden. Die Nutzer können dann direkt den Austausch zu einem spezifischen Thema starten. Dabei kann entweder mit einem Bot oder einem Social Media Manager kommuniziert werden.

LinkedIn

Neu: InMail Analytics Report

Gleich zwei neue Updates verkündete LinkedIn vergangenen Monat: neben dem InMail Analytics Report startet das Netzwerk auch mit der Rubrik „Today’s Job Matches“. Die neuen Features sollen die 500 Mio. Mitglieder noch besser zum richtigen Job führen und Recruitern dabei helfen, geeignete Kandidaten zu finden. Daneben veröffentlichte das Unternehmen auch eine Liste der 10 Top Unternehmen 2017.

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Quelle: linkedin.com

Neben neuen Möglichkeiten zur Individualisierung von Beiträgen und Werbeanzeigen liegt ein Trend des vergangenen Monats klar auf der Verbesserung der Interaktionsmöglichkeiten zwischen Unternehmen und Kunden. Wenn Ihr Fragen oder Anmerkungen zu einzelnen Themen habt, dann freuen wir uns auf
Eure Nachricht!


Christin Hoehne

Christin ist Projektmanagerin bei der Socialmarketingagentur. Nach Ihrem Studium des Medienmanagements arbeitete sie zunächst bei einem etablierten E-Commerce Unternehmen in den Bereichen Produktmanagement und Online Marketing. Der Wunsch, weiter in die Tiefen des Social Media Marketing einzutauchen, führte sie schließlich zur SMA, wo sie die verschiedenen Social Media Kanäle regelmäßig mit News und Infos aus der Branche bespielt. Weil sie sich zwischen ihrer Liebe zur Musik und dem Drang, die Welt zu entdecken, nicht entscheiden kann, ist sie in ihrer Freizeit oft und viel mit dem passenden Soundtrack im Ohr unterwegs.

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