Limbisches Texten im Social Media Marketing – Teil 2

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Die Limbic®Method im Wording und die Anwendung bei B2B-Kunden

Im 1. Teil des Artikels „Das Limbische Texten im Social Media Kontext – Welchen Einfluss hat limbisches Texten auf das Konsumverhalten der Nutzer?“ wurden bereits die Funktionen der Limbic® Method erläutert. Der 2. Teil soll nun speziell auf limbisches Texten im Social Media Marketing eingehen und die Erkenntnisse speziell auf die Anwendung bei B2B-Unternehmen beziehen.

Die Limbic®Method und das Texten

Marken oder Produkte im Wettbewerb positionieren ist eines der Hauptziele im Bereich des Marketings. Um dies erfolgreich durchzuführen, müssen Marketing-Manager und Unternehmen genau wissen, in welchem Bereich dies notwendig ist. Wird die Zielgruppe vermehrt durch Textbotschaften erreicht, so muss das Konzept stringent in einer Sprache durchgeführt werden. Ähnlich wie bei Farben im Branding ist auch die Sprache geprägt durch wiederkehrende Elemente und es führt zu irritierten Kunden, wenn sich dieses Format ändert. Im allerschlimmsten Fall wird der Kunde abgeschreckt und lehnt weitere Käufe ab. Sprache kann es schaffen, eine Simulation zum Kauf zu entwickeln, welche durch ein trennscharfes, emotionales Bild der Personen durchgeführt wird. Textliche Werbung kann in diesem Fall die Positionierung unterstreichen.

Limbisches Texten in den Social Media – welche Einsatzmöglichkeiten haben wir?

In den Social Media streben wir vor allem die Vermarktung und Etablierung der Produkte unserer Kunden an. Hierzu zählt auch, dass wir Emotionen erwecken, die den Kauf anregen und potentielle Kunden generieren. Dies ist vor allem dann erfolgreich, wenn wir das limbische Belohnungssystem ansprechen.

Bislang wurde sich in diesem Zusammenhang häufig auf das AIDA-Modell berufen. Dieses setzt sich aus den vier essentiellen Bestandteilen des Marketing zusammen: Attention, Interest, Desire und Action. Diese Methode wurde jedoch in zahlreichen Marketing-Agenturen bereits ersetzt durch die moderne Limbic®Method. Die Limbic®Personas heben sich deutlich ab vom herkömmlichen AIDA-Modell, in Präzision, Vielfalt und genauer Fähigkeit der Zielgruppenanalyse.

Der Einsatz des Limbic-Ansatzes für den Social Media Marketing-Bereich bietet ein weites Spektrum an Möglichkeiten zur effizienten Marketingstrategie. So lässt sich die Limbic®Method zur Motiv- und Kaufanalyse nutzen, ist jedoch auch bei einer Zielgruppensegmentierung von Relevanz. Die Markeneinführung und darauffolgend die Markenpositionierung können durch erfolgreiches Einsetzen der Limbic®Method durchgeführt werden.

Emotionalitäten im B2B-Business?

Viele Betrachter stellen den Business-to-Business-Bereich (B2B) stets als Markt, der durch rationales Handeln und Entscheiden bestimmt ist, dar. Dies ist ein großer Irrtum, dem viele Unternehmen unterliegen. Emotionen beeinflussen uns sowohl im Privaten als auch im Business-Bereich. Und auch hier gilt: Kundenbindungen sind hoch-emotionale Prozesse. Unternehmen wenden sich lieber an Unternehmen, deren Profil dem eigenen ähnelt. Und aus diesem Grund wollen die Besten nur bei den Besten kaufen.

Was darf man erwarten?

Die Limbic®Method der Gruppe Nymphenburg um Dr. Hans-Georg Häusel kann mit ihrer Präzision und genauen Zielgruppenanalyse punkten. Generell wird sie jedoch auch in zahlreichen Situationen stark kritisiert. Welche Emotionsfelder werden von meinen Kunden bedient? Kann es auch mehr oder weniger Kernemotionssysteme geben? Und vor allem: Sind diese Analysepunkte wissenschaftlich belegt und ausreichend überprüft? Dies alles sind Fragen, die in der Diskussion rund um die die Limbic®Method aufkommen.

Grundsätzlich kann die Limbic®Method jedoch durchaus Erfolge vorweisen und wird bereits in zahlreichen Unternehmen genutzt. Betrachtet man Marken wie Becks oder Weihenstephan, welche Ihre Limbic®Persona erkannt und in die Limbic®Map eingeteilt haben, dann wird der Erfolg umso deutlicher.

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Photo by Florian Klauer on Unsplash

Zum Schluss: 5 Tipps für das Limbische Texten

  1. Definiert die Zielgruppe, also Eure Limbic®Persona präzise. Nur mit einem möglichst genauen Targeting ist es möglich, die Botschaften so emotional wie möglich zu gestalten. Im Kehrschluss bedeutet das auch, dass der emotionale Nutzen in Bezug auf Euer Produkt bzw. Euren Kunden erkannt werden muss.

  2. Erkennt, welchen Limbic®Types Eure Zielgruppe entspricht. Hierzu vertieft Ihr Eurer Wissen über die potentiellen Kunden, in dem Ihr die emotionalen Persönlichkeitsstrukturen verdichtet. Sind Eure User diszipliniert oder eher Abenteurer? Dieser Informationen müsst Ihr Euch bewusst sein, bevor Ihr in die Kampagnen-Entwicklung startet.

  3. Sprecht nicht vom Produkt, sondern vom Nutzen dieses Produktes. Das Produkt wird unter rationalen Aspekten betrachtet, wohingegen die Nutzung der Kunden die Emotionen anspricht, indem sie subjektiv betrachtet wird. Gleichzeitig ist der Nutzen grundsätzlich positiv behaftet.

  4. Das richtige limbische Texten bestimmt auch die Erwartungen. Je nachdem welche Erwartung kommuniziert wird, reagieren die Kunden. Hierbei unterscheidet man zwischen zwei Erwartungen, die vermittelt werden können. Die normative Erwartung entwickelt die Einstellung, dass das Produkt so wie es ist perfekt ist. Es gibt zu diesem Produkt weder Alternativen noch ist es mangelhaft. Bei dieser Erwartungsvermittlung kann beim Kunden schnell eine Enttäuschung einsetzen. Im Gegensatz dazu sollte bestenfalls auf die prädiktive Erwartung gesetzt werden. Diese vermittelt den Usern nicht die ultimative Höchst-Erwartung, sondern stellt das Produkt bewusst nicht an erste Stelle. Vermittelt man den Kunden, dass das Produkt das Beste sein „könnte“, ist die Kundenzufriedenheit im Nachhinein höher.

  5. Wenn Ihr Euch für eine Vermarktungsstrategie entschieden habt, also Design, Ansprache, etc., dann sollte diese Strategie auch beibehalten werden. Menschen gewöhnen sich schnell an den Auftritt von Unternehmen, sei es die Farbe des Logos oder die Kommunikationsweise. Wird diese geändert, kann es bei Kunden zu Irritationen führen, die im weiteren Verlauf zum Rückzug vom Kauf führen können.

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Christin Hoehne

Christin ist Projektmanagerin bei der Socialmarketingagentur. Nach Ihrem Studium des Medienmanagements arbeitete sie zunächst bei einem etablierten E-Commerce Unternehmen in den Bereichen Produktmanagement und Online Marketing. Der Wunsch, weiter in die Tiefen des Social Media Marketing einzutauchen, führte sie schließlich zur SMA, wo sie die verschiedenen Social Media Kanäle regelmäßig mit News und Infos aus der Branche bespielt. Weil sie sich zwischen ihrer Liebe zur Musik und dem Drang, die Welt zu entdecken, nicht entscheiden kann, ist sie in ihrer Freizeit oft und viel mit dem passenden Soundtrack im Ohr unterwegs.

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